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Lauf am Red Bull Ring

Die vierte IDM-Station des Jahres führte die IDM-Supersport und das Vector Racing Team am vergangenen Wochenende nach Österreich an den Red Bull Ring. Diesmal jedoch nur in einer kleineren Besetzung als sonst üblich. Ohne Jaroslav Cerny (verletzt) und Thomas Helldobler (freiwilliger Verzicht) aber dafür mit Konstantin Pisarev sowie Yamaha R6 Dunlop Cup-Pilot Martin Durdik reiste das ebenfalls diesmal kleinere Mechanikerteam um Michael Ferger und Swen Nikella an.

„Wir haben mit Konstantin Pisarev einen Vertrag geschlossen. Wenn er seine in diesem Kontrakt festgelegten Pflichten erfüllt, sind wir unsererseits ebenfalls verpflichtet den Vertrag mit vollem Einsatz zu erfüllen“, so Crew-Chief Michael Ferger.

Bereits am Freitag zeichnete sich bei äußerst hohen Temperaturen ab, dass Konstantin Pisarev ein schwieriges Wochenende bevorstehen wird. „Meine Zeiten waren zwar konstant aber noch viel zu langsam. Speziell mit den richtigen Bremspunkten hatte ich die ganze Zeit meine Probleme“, so Kostya.

Nach einem ausführlichen Streckenrundgang am Freitagabend standen am Samstag zunächst zwei Qualifikationstrainings an. Zwar konnte sich Konstantin im Vergleich zum Vortag um 0,6 Sekunden verbessern, mit einer Zeit von 1:37:1 Minuten blieb er jedoch weiterhin am Ende des Feldes. Durch eine Verbesserung von weiteren 0,5 Sekunden im zweiten Durchgang platzierte er sich letztlich auf Startplatz 24.

Der Start in Rennen 1 bei 34,4 Grad Außentemperatur und knapp 54 Grad Asphalttemperatur gelang Kostya gut. „Ich konnte in den ersten Runden mehrere Fahrer überholen und hatte auch weniger Probleme bei der Kurveneinfahrt. Doch im weiteren Verlauf machte ich leider wieder mehr Fehler und musste letztlich mehrmals den „Notausgang“ nehmen oder sogar in das Kiesbett fahren. Um einen Aufprall in den Reifenstapeln zu vermeiden musste ich in Runde 11 sozusagen abspringen. Dabei sammelte sich so viel Kies in der Verkleidung, dass ich zur Sicherheit in die Box gefahren bin und das Rennen vorzeitig beenden musste“.

Auch Rennen 2 am Sonntag war wenig erfolgreich. Nach einem erneut guten Start und einem zwischenzeitlichen 17. Rang rutschte Kostya nach wenigen Runden am Ende des langen Bergaufstücks in der Rechtskurve über das Vorderrad weg und fuhr fortan dem Feld mit über einer halben Runde Rückstand hinterher. Am Ende belegte er mit seinem leicht beschädigten Motorrad den letzten Platz.

„Natürlich sind wir enttäuscht über den Verlauf dieses Wochenendes. Wir haben Konstantin Pisarev hier erneut Topmaterial zur Verfügung gestellt und ihm wo es nur ging unter die Arme gegriffen. Aber, so hart wie es klingt, es fehlt ihm im Moment nicht nur die Sicherheit und das Selbstvertrauen, sondern auch grundlegende Fähigkeiten um schnell Motorrad zu fahren. Aber Vertrag ist Vertrag und dazu stehen wir als Team auch. Ich muss auch meinem Mechaniker Swen Nikella, der spontan eingesprungen ist (sonst im Vector Bily KM Racing Team für Jaroslav Cerny zuständig), ein Kompliment aussprechen. Trotz der für ihn ungewohnten Situation hat die Zusammenarbeit sehr gut funktioniert. Nun heißt es dieses Wochenende abhaken und nach vorne schauen“, so Michael Ferger.

Konstantin Pisarev: „Für mich war es natürlich auch nicht einfach hier. Aber ich weiß, dass es nicht am Motorrad liegt und ich einfach weiter Erfahrung sammeln muss und sehr viel an mir und meinen Fähigkeiten arbeiten muss. Danke an das gesamte Team für die dennoch professionelle Zusammenarbeit und die aufgebrachte Geduld.“

Jaroslav Cerny fiel verletzungsbedingt aus und Thomas Helldoblers Verzicht auf das Rennen am Red Bull Ring war seit jeher geplant. Beide werden in Assen wieder an den Start gehen. Über die Besetzung des dritten Motorrades wird in den nächsten Wochen entschieden.

 

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