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Jaro erkämpft trotz Handicap acht Punkte in Assen

Nach überstandener Verletzungspause konnte das Vector Racing Team wieder mit Jaroslav Cerny sowie Thomas Helldobler und Konstantin Pisarev an den Start gehen.

Doch bereits am Freitag in den insgesamt drei freien Trainings zeichnete sich ab, dass Jaroslav Cerny noch nicht in Topform ist und sein gebrochenes Handgelenk noch immer Probleme bereitet. „Ich kann noch nicht wie gewohnt bremsen. Nach ein paar Runden merke ich einfach, dass mir noch die Kraft fehlt und es in dem Moment, in dem Druck auf das Handgelenk wirkt, immer noch schmerzt. Deshalb muss ich mir meine Kraft so gut es geht einteilen und auf die Zähne beißen.“

Startposition 12 war am Samstagnachmittag somit das Resultat. „Wenn man nicht immer mit der gleichen Kraft bremsen kann, dann ist es auch sehr schwierig die richtigen Bremspunkte zu treffen. Somit sind auch die Runden nicht perfekt und man steht eben etwas weiter hinten als gewünscht. Aber ich glaube, dass die dritte Reihe in Anbetracht der Umstände ganz ok ist. Schließlich hat der Arzt eine längere Regeneration als ich jetzt hatte vorausgesagt. Ich musste bei zwei Qualitrainings und einem Rennen an einem Tag einfach auch mit meiner Kraft haushalten“, so Jaro.

Thomas Helldobler hatte in den vergangenen Wochen sehr viel auf seiner privaten R6 trainiert und kam im Rahmen dieser Tests zu dem Entschluss, von Dunlop auf Pirelli-Reifen zu wechseln und war somit in Assen erstmals auf den neuen Pneus unterwegs. „Klar, wenn man sich die Zeiten und den 29. Startplatz anschaut könnte man sagen, dass es keinen Unterschied macht. Aber ich fühle mich wohler auf dem Motorrad und habe demzufolge mehr Sicherheit.“

Konstantin Pisarev qualifizierte sich als 30. für die beiden Rennen. „Ich bin am Freitag über das Vorderrad gestürzt aber ansonsten musste ich zunächst einmal die Strecke kennenlernen, da ich zuvor noch nie hier war.“

Das erste Rennen am Samstagnachmittag bei trockenen Bedingungen wurde nach wenigen Runden nach einem Sturz von Jan Bühn und Öl auf der Strecke unterbrochen und anschließend auf insgesamt 14 Rennrunden verkürzt. Jaroslav Cerny konnte seinen Startplatz verteidigen und kam als 12. ins Ziel. „Mein Start war gut und ich konnte ganz gut mit der Gruppe vor mir mitfahren. Dann kam der Abbruch und ich konnte dadurch meinem Handgelenk eine kurze Pause gönnen. Nach dem Neustart war es aber schwierig und ich war letztlich ganz zufrieden mit diesem 12. Platz und den vier Punkten.“

Thomas Helldobler und Konstantin Pisarev waren mit den Rängen 24 bzw. 23 dagegen nicht ganz zufrieden. „Man muss einfach sehen, dass der Rückstand auf den Rest des Feldes zu groß ist aber es macht dennoch wieder mehr Spaß als vor einigen Wochen“, so Thomas.

Rennen 2 am Sonntag war dann vom Verlauf her ähnlich wie am Samstag. Jaroslav Cerny wurde erneut 12., Thomas diesmal 23. Und Konstantin landete als 24. am Ende des Feldes.

„Man muss Jaro wirklich Respekt zollen. Seine Verletzung dauert nach Aussagen des Arztes deutlich länger als die Pause für ihn war. Deshalb konnten wir zufrieden sein, dass er sich hier durchgebissen hat und immerhin acht Zähler sammeln konnte. Jetzt sind es noch zwei Wochen bis zum nächsten Rennen in Schleiz und dann hoffen wir natürlich wieder weiter vorne zu stehen und mit einem fitten Jaro um die vorderen Plätze kämpfen zu können. Auch Thomas kommt das Schleizer Dreieck wohl eher entgegen und er sollte dort vielleicht auch etwas weiter vorne angreifen können.“

 

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