Erfolgreiche Tests für Vector Kiefer Racing
09.03.2010

Die lange erwarteten offiziellen Moto2 Tests fanden vom 1.-3. März im spanischen Valencia statt. Offiziell beutet in diesem Fall: Die Motoren welche in der Moto2 Klasse verwendet werden, sind aus Kostengründen für alle Teilnehmer einheitlich und werden vom Veranstalter ausgegeben. Stefan Bradl und Vladimir Leonov von Viessmann/Vector Kiefer Racing konnten dadurch das erste Mal ihre Zeiten, unter realen Bedingungen, mit den anderen Fahrern vergleichen.

Letztendlich legte man das Hauptaugenmerk zwar nicht auf die absolute Zeitenjagd, konnte aber dennoch eine erste kleine Standortbestimmung vornehmen.


Bei schönem aber teilweise auch sehr „durchwachsenem" Wetter absolvierten Stefan Bradl und Vladimir Leonov drei sehr arbeitsreiche Tage auf der Rennstrecke. Wie auch schon zuvor in Barcelona, versuchte man diesmal die Suter MMX Moto2 Maschinen auf die Fahrweise der beiden Fahrer abzustimmen. Ein nicht ganz einfaches Unterfangen, da sich die Fahrer zum einen auf die neue Moto2 Kategorie „einschießen" und parallel dazu auch ein generelles Gefühl für das neue Motorrad finden müssen. Mit Rundenzeiten von 1:38,893 von Stefan Bradl und 1:40,766 von Vladimir Leonov, lag man zwar nicht in der Spitzengruppe, was aber auch nicht das Ziel für diese Tests war. Zufrieden aber auch mit der Erkenntnis im Gepäck, dass man noch einiges an Arbeit vor sich hat, ist das Team nun auf den Weg nach Jerez de la Frontera, wo vom 6.-8. März die nächsten Tests stattfinden.

 

Stefan Bradl (Startnummer: 4 )

„Es war durchwachsen und ich bin jetzt nicht überhappy, aber auch nicht enttäuscht, da wir ziemlich viel am Motorrad geändert haben. Wir haben hier ein Problem mit „chattering", von dem wir nie richtig weggekommen sind. Langsam bekommen wir das Motorrad aber soweit auf meine Bedürfnisse abgestimmt, was nicht so einfach ist. Der Grund dafür ist, dass die Umstellung von der 125er auf die Moto2 ziemlich groß ist und ich darauf hinarbeite, dass ich beim fahren nicht mehr so viel Kraft aufwenden muss. Das ist im Moment unsere hauptsächliche Aufgabe. Alles in allem bin ich schon zufrieden, auch wenn noch einiges an Arbeit vor uns liegt.

 

Vladimir Leonov (Startnummer: 21 )

„Ich hatte mir es etwas leichter vorgestellt. Ich habe Fahrwerksprobleme, mit denen ich absolut nicht zurechtkomme. Von gestern auf heute haben wir das Setup komplett geändert und dann wurde es besser, aber noch bei weitem nicht beseitigt. Die absolute Rundenzeit wurde zwar nicht viel schneller, aber ich habe nun mehr Vertrauen und ein besseres Gefühl zum Motorrad bekommen. Ich denke bei den nächsten Tests in Jerez läuft es besser. Heute kamen wir durch das schlechte Wetter nur kurze Zeit zum fahren, wobei wir aber trotzdem wichtige Erkenntnisse für den nächsten Test bekamen."

 

Rundenzeiten nach drei Tagen:

 

Julian Simon / ESP / Mapfre Aspar Team / 1:37,156 min.

Kenny Noyes / USA / Jack & Jones Banderas / 1:37,371 min.

Toni Elias / ESP / Gresini Racing / 1:37,530 min.

 

Stefan Bradl / GER / Viessmann Kiefer Racing / 1:38,893 min.

Vladimir Leonov / RUS / Vector Kiefer Racing / 1:40,768 min.

 

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